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Mit unseren Tipps gut informiert – von Anfang an!

Das Leben mit Behinderung stellt die Betroffenen sowie ihre Familien und ihr nächstes Umfeld ein Leben lang vor besondere Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dabei tauchen neben den speziellen auch viele generelle Fragen wie diese auf: Welche Hilfsangebote gibt es? Welche finanzielle Förderung kann in Anspruch genommen werden? Wer ist adäquater Ansprechpartner? Bei Fragen wie diesen oder anderen Problemstellungen rufen Sie uns an oder informieren Sie sich durch unsere für Sie zusammengestellten Infos und Tipps.

Wichtige Infos zum BTHG

Ende 2016 wurde das Bundesteilhabegesetz (BTHG) beschlossen. Das Gesetz soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung verbessern und die bereits seit 2009 für Deutschland verbindlich geltende UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen. Mit dem Gesetz wurde die Abkehr vom bisherigen „Fürsorgesystem“ hin zu einem „modernen Teilhaberecht“ versprochen. Diese Versprechen wurden jedoch nur ansatzweise erreicht. Das neue Gesetz bringt zwar in manchen Bereichen Verbesserungen mit sich, gleichzeitig schränkt es aber die Rechte von Menschen mit Behinderung ein und erfüllt die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach Auffassung des Paritätischen (die Lebenshilfe Worms ist Mitglied des Paritätischen Gesamtverbandes) nur in Ansätzen. Der Paritätische fordert daher von der nächsten Bundesregierung, Selbstbestimmung und Teilhabe im Sinne der Leitgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention umfassend weiterzuentwickeln. 

Auf dieser Seite werden wir die Umsetzung des Gesetzes begleiten und Sie über aktuelle Entwicklungen, Änderungen und Beispiele aus der Praxis informieren: https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/

Das Gesetz

Das BTHG ist ein Änderungsgesetz, durch welches das Sozialgesetzbuch (SGB) IX "Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit Behinderung" vollständig neu gefasst wird und zahlreiche weitere Gesetze geändert werden. Das Gesetz  tritt in mehreren Schritten ab 1. Januar 2017 in Kraft. Das Gesetz versucht nunmehr den Mensch mit Behinderung  in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. 
Das führt zu weit reichenden Änderungen in der Eingliederungshilfe und an der Schnittstelle zwischen Eingliederungshilfe und Pflege. Für Menschen mit Behinderung und Einrichtungen der Eingliederungshilfe bringt es einen Paradigmenwechsel dergestalt, dass die heutige Unterscheidung zwischen ambulanten, teilstationären oder stationären Leistungen aufgehoben wird. Zukünftig wird die Unterscheidung zwischen Fachleistung der Eingliederungshilfe und den existenzsichernden Leistungen (Leistungen zum Lebensunterhalt und Wohnen) die Diskussion maßgeblich bestimmen.
Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Das Gesetz zur Entlastung unterhaltsverpflichteter Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe wurde im Bundesgesetzblatt am 12.12.2019 veröffentlicht und ist damit Inkraft getreten.
Das dazugehörige Gesetzblatt finden Sie hier.

Das Gesetzes zur Änderung des Neunten und des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch und anderer Rechtsvorschriften wurde im Bundesgesetzblatt am 5.12.2019 veröffentlicht und ist damit Inkraft getreten. 
Das dazugehörige Gesetzblatt finden Sie hier.

Der Bundesrat hat im November 2019 dem  Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes (BABAbgAnpG) zugestimmt. Mit dem Gesetz wird die Möglichkeit der Teilzeitausbildung erweitert. Lernbeeinträchtigte Menschen sowie Menschen mit Behinderungen steht dies nach Möglichkeit künftig offen (§ 7a Berufsbildungsgesetz). Voraussetzung für eine Ausbildung in Teilzeit ist die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes. Bisher war dies nur für leistungsstarke Auszubildende zulässig, die alleinerziehend sind oder Angehörige pflegen.
Das dazugehörige Gesetzblatt finden Sie hier.

Mit dem „Gesetz zur Durchführung von Verordnungen der Europäischen Union zur Bereitstellung von Produkten auf dem Markt und zur Änderung des Neunten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch“ wurden im April 2019 erste Anpassungen des BTHG konkret im SGB IX und XII beschlossen.
Das dazugehörige Gesetzblatt finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie unter https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/bundesteilhabegesetz/zum-gesetz/

Infos

Hier finden Sie aktuelle Infos und Tipps von uns und unseren Kooperationspartnern.

MZEB schließt Versorgungslücke

Erwachsene Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen und/oder geistiger Behinderung bedürfen einer behindertengerechten medizinischen Behandlung. Im Sommer 2015 hat es der Bundestag durch die Ergänzung des SGB V um den Paragrafen 119c ermöglicht, Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderung (MZEB) zu eröffnen, um diesen Patienten eine angemessene Versorgung zukommen zu lassen.

Was ist ein MZEB?

Ein MZEB ist eine Spezialambulanz für Erwachsene ab 18 Jahren mit geistigen und/oder komplexen Mehrfachbehinderungen. Die Versorgung geschieht in Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten. Für die Betreuung der Patienten steht eine umfassende medizinische und therapeutische Expertise zur Verfügung – so arbeiten in den Spezialambulanzen MZEBs interdisziplinäre Teams bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegern, Therapeuten und dem Sozialdienst Hand in Hand. Multiprofessionalität in der Behandlung von Menschen mit komplexen Behinderungen ist in jedem Alter ein „Muss“. Nur so kann es gelingen, Unter-, Über- oder Fehlversorgungen zu vermeiden, Komplikationen frühzeitig aufzudecken oder zu vermeiden und flexibel auf Änderungen des Gesundheitszustands zu reagieren.

Wo ist das nächste MZEB?

Das nächstgelegene und zugleich dienstälteste MZEB in Rheinland-Pfalz befindet sich in Mainz. Mit der Realisierung des Mainzer MZEB neben dem Sozialpädiatrischen Zentrum bietet die Mainzer Klinik die Möglichkeit, Kinder und Jugendlichen mit komplexen Behinderungen, die zuvor bereits über viele Jahre durch die dortigen Teams betreut wurden, auch ins und im Erwachsenenalter zu begleiten.

Die Mainzer Klinik kooperiert nicht nur eng mit anderen Kliniken, sondern auch mit Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Berufsbildungswerken, Wohneinrichtungen sowie anderen Institutionen.

Angebote des Mainzer MZEB

Multiprofessionelles Team
· Ärztlicher Dienst
· Psychologischer Dienst
· Gesundheits- und Krankenpflege
· Physiotherapie
· Ergotherapie
· Logopädie
· Sozialdienst
· Hilfsmittelberatung/-Versorgung

Zusatzangebote
· Sonographie
· Laboruntersuchungen
· Neurophysiologische Diagnostik (EEG, Evozierte Potenziale, Neurographie)
· Orthopädiesprechstunde, Orthesensprechstunde
· Botoxsprechstunde

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns oder direkt an das Team des Mainzer MZEB

Ansprechpartner in Mainz
Anmeldung und Terminkoordination
Telefon (0 61 31) 3 78-21 23
Telefax (0 61 31) 3 78-28 12

Weitere Informationen sowie den Anmeldebogen finden Sie auf:
www.rheinhessen-fachklinik-mainz.de

oder im Downloadbereich

Zusätzliche zahnärztliche Versorgungsangebote

Welche zusätzlichen zahnärztlichen Leistungen stehen gesetzlich Versicherten mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung zu?
Neue Broschüre informiert über Versorgung zu Hause, in Pflegeheimen und sonstigen Einrichtungen

Berlin, 6. Januar 2020 – Die Mundgesundheit ist für Menschen mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung sehr wichtig. Das gilt besonders dann, wenn Betroffene nicht oder nicht mehr ausreichend in der Lage sind, für ihre Mundgesundheit selbständig und eigenverantwortlich zu sorgen. Gesunde Zähne, Zahnfleisch und intakter Zahnersatz bedeuten schließlich viel mehr als Funktionalität beim Essen und Sprechen. Auch der allgemeine Gesundheitszustand und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft werden durch die Mundgesundheit erheblich beeinflusst. Das bedeutet Lebensqualität.

Die neue Broschüre „Zusätzliche zahnärztliche Versorgungsangebote für Menschen mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung“ informiert über spezielle zahnärztliche Leistungen, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden – in der Zahnarztpraxis, aber bei Bedarf auch in der Wohnung der Patienten, einer Wohngemeinschaft oder in einer Pflegeeinrichtung. Herausgeben wird die Broschüre gemeinsam von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

Zusätzliche zahnärztliche Leistungen
Neben den regelhaften Vorsorgeuntersuchungen können Menschen mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung zusätzliche zahnärztliche Leistungen beanspruchen, die von den gesetzlichen Krankenkassen einmal im Kalenderhalbjahr übernommen werden. Dazu zählen zum Beispiel die Erhebung des Mundgesundheitsstatus, die Aufklärung über richtige Zahn- und Mundpflege und die Entfernung von Zahnstein. Diese Leistungen sollen dazu beitragen, das Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen zu senken sowie die Mundgesundheit der Betroffenen zu erhalten und zu verbessern.

Schwerpunkt bei zahnärztlicher Prävention
Der Schwerpunkt der zusätzlichen ambulanten und stationären Leistungen liegt bei zahnärztlicher Prävention, also der Vorbeugung von Krankheiten. Patienten, Angehörige und Pflegekräfte können sich mit der Broschüre unter anderem über die aufsuchende Versorgung zuhause sowie im Rahmen von Kooperationsverträgen zwischen Praxen und Pflegeeinrichtungen informieren. Sie erfahren, wo die Leistungen in Anspruch genommen werden und wie Pflegekräfte und Angehörige einbezogen werden können. So ist die aufsuchende zahnärztliche Versorgung auch in Einrichtungen möglich, in denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder am Leben in der Gemeinschaft, die schulische Ausbildung oder die Erziehung von Menschen mit Behinderungen im Vordergrund stehen, wie etwa in Werkstätten. Zudem wird erläutert, welche Behandlungen vor Ort möglich sind und wann der Transport in eine Praxis erforderlich ist. Auch gesetzliche Regelungen zu Krankenfahrten und -transporten im Falle einer Behandlung in der Zahnarztpraxis werden verständlich dargestellt.

Hier kommen Sie zur Broschüre.

Recht & Ratgeber

Es gibt eine Vielzahl nationaler und internationaler Regelungen, in denen Rechte von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen festgeschrieben sind. Die Fülle an gesetzlichen Regelungen macht es einem juristischen Laien jedoch schwer, einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage zu erlangen. Auch die praktische Durchsetzung der eigenen Rechte ist oft kräftezehrend und fordert nicht selten viel bürokratischen Aufwand.

Die Lebenshilfe Worms unterstützt Sie in allen Rechtsfragen und bietet Ihnen hier zusätzlich ein paar nützliche Informationen und Links.

Links
  • Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
    www. bvkm.de
Allgemeine Rechtstipps
Bundesteilhabegesetz (BTHG), Pflegestärkungsgesetz (PSG) und Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)
Infos zum Werkstattrat und zur Frauenbeauftragten
Publikationen
Buchtipps
Werkstatt
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Rat-Geber für Menschen mit Behinderungen in Leichter Sprache,
    Bestell-Nr: A 749, publikationen [at] bundesregierung.de, www.bmas.de
  • Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz: Landes-Aktions-Plan für Rheinland-Pfalz, Es geht um die Rechte von Menschen mit Behinderung, Leben wie alle – mittendrin von Anfang an, in Leichter Sprache, www.msagd.rlp.de
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., Assistenz und Unterstützung bei Selbstvertreter(inne)n, in Leichter Sprache,
    ISBN 978-3-88617-564-2, bundesvereinigung [at] lebenshilfe.de, www.lebenshilfe.de
  • Verein der Werkstatt-Räte Deutschland e.V., Die neue WMVO –Was ist neu für Werkstatt-Räte?, in Leichter Sprache, info [at] bvwr.de, www.werkstattraete-deutschland.de

Tagesförderstätte

  • „Inklusive Arbeit“ Das Recht auf Teilhabe an der Arbeitswelt auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, von Heinz Becker, 2016, Beltz Juvena Verlag , ISBN-13: 9783779933793

 

Links

Hier finden Sie interessante, nützliche und hilfreiche Links.



Dachverbände/Institutionen/Einrichtungen der Behindertenhilfe

 

 
WIR für Menschen mit Beeinträchtigung
KINDER

 

WIR für Menschen mit Beeinträchtigung
ERWACHSENE

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